Sind Minimalismus und Gemütlichkeit miteinander vereinbar?

Minimalismus und Gemütlichkeit
Sind Minimalismus und Gemütlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander vereinbar? © streitline

Viele Menschen verbinden mit dem Herbstanfang Gemütlichkeit, die bis in den Winter hineinreicht und sanft vom Frühling abgelöst wird. Gerade im Herbst entsteht das Bedürfnis, die eigenen vier Wände behaglich zu gestalten, was bei so manchen Mitmenschen mit vollgestopften Räumen endet. Dabei schließen sich Minimalismus und Gemütlichkeit keineswegs aus.

Die minimalistische Lebensweise mit einer gemütlichen Atmosphäre zu verbinden macht das Leben einfacher, befreiter und umweltfreundlicher. Sie reduziert Deinen ökologischen Fußabdruck, ohne dass Du auf ein Quäntchen Behaglichkeit verzichten musst. Obendrein spart Minimalismus Geld und Zeit. Und wer Zeit hat, kann genießen: die Gemütlichkeit im Herbst, die Behaglichkeit im Winter, die erwachende und sprießende Natur im Frühling und die Wärme und langen Tage im Sommer.

Minimalismus bedeutet nicht den Lebensstil eines Mönches oder wie in der Steinzeit zu führen, sondern mit so wenig wie möglich auszukommen, aber mit so viel wie man wirklich benötigt. Zu den Gemütlichkeitsfaktoren zählen neben einigen schönen Dingen und nachhaltigen Konsumartikeln vor allen Dingen sensitive Werte und die Entsorgung von Alltagsballast.

Wie man den Minimalismus-Trend nach Hause holt und dabei Gemütlichkeit erzeugt, haben wir in unseren Minimalismus-Gemütlichkeitstipps zusammengestellt.

Weniger ist mehr

Egal, wie groß oder klein Deine Wohnung oder Dein Haus ist, entrümple und schaffe Platz für die Dinge, die Du brauchst, die Dir wichtig sind und die Du schön findest.

Minimalismus und Gemütlichkeit
My Home is my Castle © streitline

Folge der Idee (frei übersetzt):

„Habe nichts in Deinem Haus, von dem Du nicht weißt, ob es nützlich ist oder von dem Du glaubst, dass es schön ist.“  – William Morris

[Original: “Have nothing in your house that you do not know to be useful or believe to be beautiful.” – William Morris]

Ordnung

Die Einen beherrschen das Chaos, die anderen fühlen sich in einer aufgeräumten Umgebung deutlich wohler. Hier sind Minimalisten klar im Vorteil: wer wenig hat, muss wenig aufräumen und putzen. Ordnung in der Wohnung sorgt auch für Klarheit im Kopf.
Ein minimalistischer Raum muss nicht kalt und ungemütlich wirken. Um eine minimalistisch eingerichtete Wohnung gekonnt in Szene zu setzen, sollte alles seinen Platz haben und ordentlich aufgeräumt sein. Geschirr, Gläser, Küchenaccessoires und Kleidung lassen sich in schlichten Möbeln aus Naturholz oder Upcycling-Möbeln unterbringen. Wer das Chaos liebt, baut sich vielleicht einen begehbaren Kleiderschrank. Tür zu, Chaos unsichtbar!
Nur ausgewählte Lieblingsdinge präsentiert man in offenen Regalen. Deko-Artikel werden dabei bewusst und akzentuiert platziert. Und manchmal ist es auch einfach praktisch, Dinge, die man im täglichen Zugriff hat, in Upcycling-Regalen unterzubringen, wie z.B. Gewürze.

Materialmix, Farben und Formen

Gemütlichkeit beim „minimal Chic“ erzeugen helle Farben an den Wänden und bei der Inneneinrichtung. Helle Räume, cremefarben bis weiß, dezente Grau- und Braun-Töne und Naturfarben, von Tageslicht durchflutet oder indirekt beleuchtet und von natürlichen Oberflächen durchsetzt, sorgen für eine gemütliche und dezente Wohlfühlstimmung. Hier setzen unterschiedliche Materialien Kontraste. Weiß harmoniert gut in Verbindung mit Holz, natürlichen Farbtönen und farbigen Akzenten. Haptisch angenehme Oberflächen und Stoffe mit Struktur, wie z.B. Kissen aus recyceltem Kaffeesack und eine Wolldecke aus Bio-Schurwolle oder Bio-Baumwollplüsch sorgen für eine wärmende Atmosphäre.
Hat man die Einrichtung zunächst nach Nützlichkeit priorisiert, kann man sich auf Materialien und Formen konzentrieren. Beim Mobiliar dominieren klare Linien und schlichte Eleganz. Bio-Möbel aus hellem naturbelassenem Holz, aber auch Upcycling-Möbel aus Europaletten oder recycelter Pappe tragen zur Gemütlichkeit bei.

Details und Accessoires

Beim minimalistischen Einrichtungsstil liegt das Besondere im Detail. Zeige mit spärlich dosierten, aber lieb gewonnenen Wohnaccessoires, was Dir wirklich am Herzen liegt. Platziere sorgfältig ausgewählte Details wie zufällig hingestellt bzw. hingelegt. Das sorgt für Lässigkeit und Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden. Das können selbst hergestellte Gegenstände wie z.B. eine Schale aus Ton, aber auch erworbene Holz-Elemente und Design-Stücke sein. Wolldecken aus Bio-Wolle, Kissen, vielleicht gefüllt mit Bio-Hirse umgeben von einer farbigen Kissenhülle und schadstofffreie flauschige und bunte Teppiche setzen Kontraste und sorgen für eine behagliche Atmosphäre. Zurückhaltung ist aber auch bei deren Design angezeigt. Geometrische Formen, klare Linien und sehr dezente Muster lassen sich am besten integrieren.

Lichtstimmung und Wärme

Das Licht spielt eine entscheidende Rolle für die Gemütlichkeit. Von Tageslicht durchflutete Räume wirken warm und einladend. Und bei Dunkelheit sorgen indirekte Beleuchtung und minimalistische akzentuierte Lichtquellen in warmen gelblichen Lichtfarben für Behaglichkeit. Auch das Flackern von Kerzen ist sehr heimelig und erzeugt Wärme.
Wenn im Herbst die Tage und Nächte kühler, aber noch nicht eiskalt werden, musst Du nicht unbedingt die Heizung hochfahren. Das macht die Raumluft trocken, aber nicht zwingend gemütlicher. Kuschele Dich einfach in Deinen Lieblingspullover und Deine Schlumpfhose und die selbst gestrickten Wollsocken. Oder schlüpfe in die Wohlfühlkleidung von slumber4you; kuschelige Kapuzenpullover und bequeme Hosen aus weicher Bio-Baumwolle. Wärme spenden auch Kerzen und eine heiße Tasse Bio-Tee. Wer hier Wert auf energetisierende Flüssigkeiten legt, dem seien Porzellan- und Glaswaren von Nature‘s Design empfohlen.

Düfte, Musik und gutes Essen

Auch für Minimalisten gehören Düfte, Musik und gutes Essen zur Gemütlichkeit. Schließlich geht es nicht ums Darben und Verzichten, sondern vielmehr um Genuss. Natürliche Düfte, wie z.B. von einem Lavendelsäckchen, Orangenschalen oder einer Sojawachs-Duftkerze ausgehend betören die Sinne. Ein lecker gewürztes (veganes) Essen oder ein Eintopf verzaubern den Gaumen. Eine Kürbissuppe, eine Hühnersuppe oder eine cremige Kartoffelsuppe wärmen von innen. Und in größeren Mengen gekocht können sie portionsgerecht in plastikfreien Aufbewahrungsboxen eingefroren werden. Beim nächsten Frösteln oder bei einer aufkeimenden Erkältung ist Hühnersuppe ein wissenschaftlich belegter Geheimtipp, der zur Genesung beiträgt.

Biete Deinen Gehörgängen einen Ohrenschmaus und verwöhne Dich mit entspannenden Klängen. Im Zeitalter der Digitalisierung braucht man keinen vollen Platten-, CD- oder DVD-Schrank. Ein MP3-Player oder ein Laptop/PC mit Internetzugang liefern Dir Musik aus aller Welt.

Minimalismus und Gemütlichkeit
Minimalismus und Gemütlichkeit: Weniger ist mehr … Freiheit … Nachhaltigkeit © streitline

Minimalismus und Gemütlichkeit

Minimalismus ist vielmehr als nur ein Trend. Er ist ein alternativer Lebensstil, der Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und bewussten Konsum kombiniert und Gemütlichkeit einschließt. Minimalismus ist der Weg von der äußeren zu inneren Ordnung. Greenpicks behandelt das Thema „Minimalismus und Gemütlichkeit“ auch auf seinem Marktplatz und stellt nachhaltige Produkte für einen minimalistischen Lebensstil vor.